Christoph Stepan

Mit seiner analogen Großformatkamera hält Christoph Stepan Landschaft, Architektur und urbane Räume fest. Oft entstehen Aufnahmen von traditionellen Großereignissen wie das Festa del Redentore in Venedig, das San Fermín in Pamplona oder das internationale Pferderennen White Turf auf dem St. Moritzsee. Die Vereinnahmung des Menschen dieser Landschaften wird motivisch festgehalten und es entstehen stechend scharfe Großaufnahmen, die durch ihre Tiefenschärfe, ihre ungewöhnlichen Formate und  ihren Detailreichtum faszinieren.

Jeder Fotografie geht eine langwierige Planung und oftmals jahrelanger Austausch mit Verwaltungsämtern voraus, um Sondergenehmigungen für die oft unzugänglichen und besonderen Kamera-Stellplätze zu bekommen.

Durch die Perspektive des erhöhten Betrachters nimmt die Kamera die sehr weitläufigen Panoramen für sich ein und bietet so einen gesammelten, gleichzeitig aber auch distanzierten Blick auf das Szenario, das das menschliche Auge so nicht zu erfassen vermag. Christoph Stepan nutzt hierfür eine hohe Brennweite. Aus mehreren Fotografien montiert er die Aufnahmen mit der Absicht bestmögliche Schärfe zu erlangen, die trotz der Bildbearbeitung ihren dokumentarischen Wert nicht verlieren. Vielmehr gilt es die komplexen Motive durch hohen technischen Aufwand in einem Bild zu vereinen und so im Ganzen zu dokumentieren.

Nach einem Studium der Betriebswirtschaftslehre, widmet sich Christoph Stepan seit 2004 ausschließlich seiner Fotografie. Ab 2007 assistierte Stepan zwei Jahre dem Fotografen Florian Holzherr, der unter anderem Installationen und Ausstellungen der Künstler James Turrell und Olafur Eliasson dokumentiert hat. Seit 2011 arbeitete er für den Fotografen Robert Polidori, den er bei Projekten in Brasilien, Indien, aber auch innerhalb Europas begleitete.  Zudem arbeitete er im Auftrag von führenden Architekturbüros in Europa. Christoph Stepan lebt und arbeitet in München.

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